Do., .6.12., 18 Uhr

Adventskonzert der Kreismusikschule

Aula der St. Ursulaschule in Duderstadt

Di., .11.12., 18 Uhr

Musizierstunde der Gitarrenklasse

DGH in Bodensee

Mi., .12.12., 18 Uhr

Musizierstunde der Gitarrenklasse

Kreismusikschule in Duderstadt

Fragen und Antworten zum Thema Gitarre Lernen

Was bedeutet „klassische Gitarre“?

Die Bezeichnung „Klassische Gitarre“ steht für eine Bauform der Gitarre, die auch „Konzertgitarre“ genannt wird. Sie hat Nylonsaiten, ein breites Griffbrett und einen leichten, hohlen Klangkörper.

Klassische Gitarre steht auch für die Spieltechnik: Wir schlagen einzelne Saiten mit den Fingern an können auf diese Weise nicht nur einstimmige Melodien spielen, sondern auch mehrere Melodiestimmen gleichzeitig. Der Gegensatz zur klassischen Technik ist z. B., die Saiten mit dem Plektrum anzuschlagen oder die Liedbegleitung, wenn sie nur aus Akkordgriffen besteht.

Die Musikrichtung ist nicht nur „klassisch“, mit der klassischen Technik kann man praktisch alles spielen. Grenzen gibt es nur durch Können und Fantasie der Musiker.

Ist das Gitarrenspiel leicht zu erlernen?

Gut Gitarre zu spielen ist genauso schwer wie gut Klavier zu spielen (oder jedes andere Instrument). Es erfordert genauso viel Fleiß, Zeit und Geduld.

Allen, die Gitarre nur deswegen lernen wollen, weil sie meinen, das sei leicht und ginge schnell, kann ich nur abraten. Es gibt aber viele wirklich gute Gründe. Der Klang der Gitarre. Ihre Musik. Dass man sie solistisch spielen kann oder mit anderen zusammen. Dass man dazu singen kann, aber nicht muss. Von mir aus auch, dass sie tragbar ist...

In welchem Alter kann ich mit der Gitarre anfangen?

Wenn ich selbst es möchte mit vier oder fünf Jahren.

Wichtiger als mein Alter ist, dass ich

Wichtig ist, einen Lehrer zu finden der erfahren im Gitarrenunterricht mit Vorschulkindern ist. Verschiedene Lehrer haben unterschiedliche Unterrichtsmethoden. Nicht alle unterrichten auch Vorschulkinder. Musikschulen und Privatlehrer bieten normalerweise Beratung und Probestunden an und in der Regel auch eine Probezeit.

Ist es überhaupt gut, so früh anzufangen?
Wenn es Spaß macht, auf jeden Fall! Dann ist es auch von Vorteil, noch nicht zur Schule zu gehen. Je früher man musiziert, desto natürlicher bleibt auch später der Zugang zur Musik und zum Instrument.

Was ist besser, Gruppenunterricht oder Einzelunterricht?

Für Anfänger ist Gruppenunterricht (2 - 4 Schüler) eine Möglichkeit. Er ist, zumindest für den einzelnen Schüler, billiger. Preiswert ist er nur, wenn die Teilnehmer zueinander passen. Das heißt nicht unbedingt, dass sie gleich gut spielen können oder gleich alt sein müssen.

Für fortgeschrittene Schüler empfehle ich eher Einzelunterricht. Gemeinsam musizieren und lernen, aufeinander zu hören, kann man auch im Einzelunterricht und im Ensemble oder der Band.

Im Gruppenunterricht besteht die Gefahr, das der Einzelne zu kurz kommt und sich überfordert oder unterfordert fühlt. Daran ändern auch spezielle pädagogische Konzepte und geduldige Schüler nichts.

Sinnvoll wäre eine Kombination: 1. Einzelstunde, 2. zusammen Musizieren in Duo, Trio, Ensemble, oder Band und vielleicht noch 3. eine Gruppenstunde mit Theorie, rhythmischen Übungen, Singen, Tanzen, vielleicht auch instrumentenspezifische Technik.

Kann man sich Gitarre selbst beibringen?"

So gut, wie jedes andere Instrument. Insbesondere für die Gitarre gibt es zahlreiche Anleitungen als Buch, DVD und im Internet. Selbst lernen und üben muss man in jedem Fall. Wir Lehrer sind dabei nur kleine, aber nicht ganz unwichtige Helfer ;)

Warum gibt es uns Gitarrenlehrer? Weil das Musizieren mit der Gitarre mehr ist, als nur zu „wissen wo man die Töne greift“. Weil Lehrer individuell auf jeden Schüler eingehen können. Weil Musik schon mit der kleinsten Melodie auf einer Leersaite beginnt. Weil von Anfang an der Weg zur Musikalität und einer effizienten Technik angelegt oder auch nicht.

Einzelne Saiten? Mein Freund hat mit Akkorden angefangen.

Singe ich gern und weiß schon, dass die Gitarre dabei immer nur Begleitung sein soll? Dann ist es o.K., gleich die Griffe und Schlagtechniken zu lernen. Auch dann empfehle ich einen guten Lehrer, denn: Akkordspieler greifen praktisch von Anfang an mit der Greifhand relativ komplizierte Griffe. Das sollte nicht auf Kosten der Haltung gehen.

Finde ich auf der Gitarre gespielte Melodien und mehrstimmige Stücke auch schön? Dann würde ich mit einzelnen Tönen und Melodiespiel beginnen und Akkorde erst dann dazunehmen, wenn ich Melodien sicher und legato d. h. gebunden, also ohne „Löcher“ zwischen den Tönen spielen kann.

Kann ich als Erwachsener ohne Vorkenntnisse mit der Gitarre anfangen?

Ja!  Wenn ich bereit bin, klein anzufangen und Zeit und Fleiß mitbringe.

Erwachsene lernen anders als Jugendliche, Kinder oder gar Vorschulkinder: Manches begreifen sie schneller, bei anderen Sachen dauert es länger. Geduld wäre also nicht schlecht.

Kann ich mit E-Gitarre oder Westerngitarre anfangen oder ist die Konzertgitarre für Anfänger Pflicht?

Man kann mit jeder Gitarrenart anfangen, ein paar Argumente sprechen aber für die Konzertgitarre:

Ein anderer Punkt ist die meistens unterschiedliche Didaktik, z.B. finde ich es gut, früh mit Noten anzufangen. E-Gitarrenschulen arbeiten oft mit Tabulatur.

Ich halte es für leichter, mit der klassischen Gitarre (Nylonsaiten) anzufangen und später die E-Gitarre dazuzunehmen. Unbedingt nötig ist diese Reihenfolge aber nicht.

Was ist besser, Noten oder Tabs?

Noten sind eine allgemeine Beschreibung der Musik. Tabulaturen („Tabs“) dagegen sind eine Schrift, die speziell für ein Instrument ausgelegt ist, sozusagen eine Spielanleitung.

Tabulaturen sind keine Erfindung der Neuzeit: Im 15.-18. Jahrhundert waren sie die Standardschrift der Lautenisten. Lautenstücke aus dieser Zeit sind meistens nicht als Noten, sondern als Tabulatur erhalten. Es gab unterschiedliche Formen, die den modernen Tabs ähnlich sind.

Die Tabulatur für Zupfinstrumente besteht aus Linien. Jede Linie steht für eine Saite. Wenn auf der Linie eine 0 steht, wird sie leer angeschlagen, bei einer 1 am ersten Bund gegriffen und angeschlagen, bei einer 3 am dritten und so weiter. Statt Zahlen wurden früher auch die Buchstaben des Alphabets benutzt. Auch für die Zeit bis zum nächsten Anschlag gibt es verschiedene Schreibweisen. Bei einfachen Melodien und Musik, die man schon gut kennt, führt die Methode schnell zum Erfolg. Sie hat aber auch Nachteile. Zum Beispiel fehlt die Angabe, wie lang der Ton klingen soll und zu welcher Stimme er gehört.

Noten sind auf den ersten Blick komplizierter. Sie beschreiben Musik unabhängig vom Instrument oder Gesang. Noten lesen zu können reicht noch nicht einmal aus: Man muss auch noch wissen, wie die Töne aus dem Instrument entlockt werden. Aber es lohnt sich: Noten können viel mehr ausdrücken als Tabulaturen. Man kann ihnen leichter ansehen, wie die Musik klingen soll. Man kann Musik lesen und spielen, die nicht speziell für Gitarre aufgeschrieben ist.

Bei der klassischen Gitarre kann man die Notenschrift gleichzeitig mit dem Gitarrenspiel lernen. Schritt für Schritt. Diese Methode halte ich für optimal, bei den meisten meiner Schüler funktioniert sie gut. Wenn Schüler große Schwierigkeiten mit dem Notenlesen haben, mit Tabulaturen aber gut klarkommen, sind diese natürlich erste Wahl.

Wie spielen Linkshänder Gitarre?

Linkshänder haben zwei Möglichkeiten, Gitarre zu spielen: Wie Rechtshänder zu spielen (die linke Hand greift, die rechte schlägt an) oder umgekehrt. Was besser ist, darüber lässt sich wunderbar streiten: Es gibt keine stichhaltigen Argumente und keine aussagekräftigen Statistiken.

Man gewöhnt sich an beide Haltungen, nur: Man muss sich am Anfang entscheiden.

„Linksherum“ zu spielen erscheint auf den ersten Blick logisch. Zumindest kann es ja nicht falsch sein.

Gitarrespielen ist nicht so einseitig wie z.B. Schreiben. Bereits beim einstimmigen Spiel führen beide Hände komplexe, miteinander koordinierte Bewegungen aus. Wenn man davon ausgeht, dass die „Händigkeit“ bei verschiedenen Menschen unterschiedlich stark ausgeprägt ist, dann ist es fürs Gitarrenspiel vorteilhaft, eher in der Mitte zu liegen, also kein extremer Rechts- oder Linkshänder zu sein.

Alle meiner aktuellen linkshändigen Schüler spielen „rechtsherum“. Das ist aber kein Muss. Spielen sie anders als Rechtshänder? Ich kann kaum sagen, in welcher Weise und schon gar nicht, ob besser oder schlechter, leichter oder mühevoller. Zu viele andere Faktoren spielen da eine Rolle.

Wenn man sich wohler dabei fühlt, linksherum zu spielen, ist das ein guter Grund, es zu tun. Man braucht eine Linkshändergitarre. Die Lehrwerke sind eher für Rechtshänder ausgelegt. Das betrifft aber nur ein paar Stellen.